Spiegel-online.blog
In die allgemeine Verblödung stimmt Spiegel-Online mE gelegentlich mit ein-und zwar regelrecht begeistert.
So etwa in seinen Kommentaren zur Biennale in Venedig - 9.6.2007 von Jenny Hoch.-
Da wird ein Kunstwerk gezeigt : Die ozidentale christliche Zivilisation
Ein Werk von Leon Ferrari.-
Es zeigt einen gekreuzigten Heiland- an einem US-Kampfflugzeug statt eines Kreuzes befestigt. Huch !!!!
Huch!!!!! - welcher Tiefsinn. Wie wird da in Frage gestellt die Supermacht USA und die christliche Relegion und wer weiss was noch nicht alles.
Ist es nicht ergreifend? So richtig Kunst. notabene-sowohl Christus als auch Kampfflugzeug sind offenkundig irgendwelche Plastik-Figuren -jedenfalls offenbar vorgefertigt.Jedenfalls sind Spuren künstlerischen Ausdrucks da nicht auszumachen.-
Das Flugzeug-wohl eine F 111 .- Alles was der Künstler getan hat war,diese beiden Figürchen zusammenzukleben.Aus dem ganzen Zusammenhang wird deutlich,dass Spiegel-Online derartige primitiv-gags wirklich für bedeutsame Kunst hält.-
Die Betroffenheitsorgie geht noch weiter.-
Da hat Ignasi Aballi Zeitungsüberschriften zusammengeklebt-und zwar
15 muertos
90 muertos
24 muertos -die Zahlen stimmen jetzt nicht-aber nach dem Schema die ganze Seite voll-und das 2 spaltig.
Ist das nicht erschütternd?Wer hätte denn gedacht,dass es im Laufe der Jahre soviele Tote auf der Erde gegeben hat? Ist das nicht ergreifend-und irgendwie auch wieder wunderbar.? Ist dies nicht würdig der wichtigsten Kunstausstellung von Venedig?-
Kann man das nicht getrost neben die Erschiessung der Aufständischen von Goya stellen.Viel weniger Tote nebenbei gesagt-weil- nicht ganz so grosses Kunstwerk.-
Oh sancta sim plicitas. Kunst wie es sich der kleine Moritz vorstellt.-Und mit solchem pipifax werden die Museen zugestellt.-
Noch mehr Kostproben?
nidko solakow zeigt ein MG-wohl eine Kalaschnikow-und dazu der Titel " Diskussion(Besitz)" Huch!!!
Ist das denn nicht ergreifend.Wird da nicht schmerzhaft der Finger auf eine blutende Wunde gelegt-oder der blutende Finger auf eine schmerzhafte Wunde oder beides?.Wird da nicht der Agbgrund unserer Zeit sichtbar? Und die Gewalt und so ?:..
Und so geht es weiter mit Kunscht al ala Spiegel-Online.Eine der wichtigsten Magazine beteiligt sich an der Rezeptionskatastrophe der Gegenwart.-
Ein desaster,das schlimme gesellschaftliche Folgen haben kann-so wie die Rezeptionskastrophe der 20iger Jahre
im wwII mündete.
Claus Wueterich Blütenhammer